Was ist Design Thinking? Das Geheimnis zu Ihrem digitalen Erfolg

Es ist unumstritten, dass die digitale Transformation die Art und Weise, wie wir wirtschaften, fundamental verändert. In der heutigen Welt verbessern sich die technologischen Möglichkeiten in einer immer schnelleren Geschwindigkeit. Um digitale Technologien in Geschäftspraktiken zu integrieren und mit der Geschwindigkeit der Veränderung Schritt halten zu können, müssen Unternehmen agil und innovativ sein. Die digitale Transformation ist unabdingbar, um wettbewerbsfähig zu bleiben – unabhängig von Unternehmensgröße und Industrie.
 
Der Übergang von Business as usual zu Digital First ist keine leichte Aufgabe und oftmals ist unbekannt, wie vorgegangen werden sollen. Hier kommt das Design Thinking ins Spiel.

Was ist Design Thinking?

Design Thinking ist eine systematische Herangehensweise an komplexe Problemstellungen aus allen Lebensbereichen. Im Gegensatz zu vielen Herangehensweisen in Wissenschaft und Praxis, die von der technischen Lösbarkeit die Aufgabe angehen, stehen Nutzerwünsche und -bedürfnisse sowie nutzerorientiertes Erfinden im Zentrum des Prozesses. Design Thinker schauen durch die Brille des Nutzers auf das Problem und begeben sich dadurch in die Rolle des Anwenders.
 
Innovationen und wertvolle Problemlösungen vereinen drei wesentliche Komponenten: (technologische) Machbarkeit, (wirtschaftliche) Tragfähigkeit und (menschliche) Erwünschtheit. Design Thinking nimmt die menschliche Perspektive zum Ausgangspunkt der Zielstellung, innovative Produkte, Services oder Erlebnisse zu gestalten, die nicht nur attraktiv, sondern auch realisierbar und marktfähig sind.

Design Thinking als Schnittstelle zwischen Erwünschtheit, Machbarkeit und Tragfähigkeit

In 5 Schritten die digitale Transformation aus Kundensicht vorantreiben

Die digitale Transformation wirft jede Menge komplexe und unbekannte Probleme auf. Nutzen Sie Design Thinking, um die digitale Transformation Ihres Unternehmens voranzutreiben und Ihr digitales Leistungsangebot und Kundenerlebnis zu entwickeln und optimieren.
 
 
Design Thinking besteht aus fünf Schritten: Empathie aufbauen, Sichtweise definieren, Ideen entwickeln, Prototypen bauen und testen:
 
Schritt 1: Empathie aufbauen
Ein entscheidendes Element der digitalen Transformation ist es, eine hervorragende digitale Erfahrung rund um Ihre Produkte und Dienstleistungen für Ihre Kunden zu schaffen. Um dies effektiv zu tun, ist es wichtig, tiefgründige Empathie für Ihre Kunden aufzubauen, um ihre Motivationen, Bedürfnisse und Schmerzpunkte zu verstehen. Beobachten Sie, wie Ihre Kunden mit Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung interagieren. Finden Sie heraus, wonach sie auf Google und in sozialen Netzwerken suchen. Evaluieren Sie die Nutzung Ihrer Website oder App. Bringen Sie in Erfahrung, wonach sie Ihre Kundendienstmitarbeiter fragen und worum sie sie bitten. Gehen Sie anschließend einen Schritt weiter und interviewen Sie Ihre Kunden direkt, um herauszufinden, wie Sie Ihr Leistungsangebot und Kundenerlebnis verbessern können.
 
Schritt 2: Sichtweise definieren
Nach der Analyse aller gewonnenen Erkenntnisse ist es an der Zeit, eine konkrete Problemstellung zu formulieren. Wenn Sie beispielsweise feststellen, dass viele Ihrer Kunden Interesse besitzen, sich mit anderen Kunden zu vernetzen, könnte die Problembeschreibung lauten: „Wie können wir es unseren Kunden ermöglichen, untereinander in Kontakt zu treten, um unseren Kunden einen zusätzlichen Mehrwert zu liefern.“ Die Definitionsphase kann durchaus überwältigend sein – Sie werden eine Vielzahl von Problemen entdecken, die Aufmerksamkeit erfordern. Ziel dieser Phase ist es noch nicht, diese Probleme zu lösen, sondern sie in handhabbare Einzelteile herunter zu brechen und zu priorisieren.
 
Schritt 3: Ideen entwickeln
Nun, da wir ein definitives Problem haben, ist es an der Zeit, Ideen zu entwickeln, wie man es lösen kann. Zentraler Bestandteil dieser Phase ist die Durchführung eines Brainstormings, indem die kollektiven Synergien einer Gruppe genutzt werden, um eine Vielzahl kreativer Ideen zu entwickeln. Greifen Sie dabei nicht nur auf die Kreativität Ihrer engsten Kollegen zurück, sondern arbeiten Sie abteilungsübergreifend in hierfür optimierten Räumlichkeiten. Vermeiden Sie es zu früh in dieser Phase, Ideen auszusortieren und produzieren Sie zunächst eine Vielzahl an möglichen Lösungen bevor Sie die Ideen anhand der drei Entscheidungsfaktoren technologische Machbarkeit, wirtschaftliche Tragfähigkeit und menschliche Erwünschtheit bewerten.
 
Schritt 4: Prototypen bauen
In dieser Phase werden Sie mit einer Vielzahl von einfachen und kostengünstigen Modellen experimentieren, um Ihre Lösungsideen schnell zu testen und zu validieren. Prototypen sollten an einer kleinen Gruppe von Benutzern getestet werden. Beobachten Sie, wie Ihre Kunden mit dem Prototyp interagieren und sammeln Sie Feedback. Schaffen Sie hierfür eine sichere Umgebung, in der Fehler auftreten dürfen, und lernen Sie aus diesen Fehlern, um das Modell kontinuierlich weiterzuentwickeln und zu optimieren. Diese Phase sollte in kurzen iterativen Schleifen vollzogen werden. Am Ende dieser Phase sollten Sie eine gute Vorstellung davon haben, was funktioniert und was nicht funktioniert.
 
Schritt 5: Testen
Das kontinuierliche Testen der verschiedenen Prototypen ist eine hervorragende Möglichkeit, sich ständig zu verbessern. Jede Interaktion mit einem Kunden ist eine Lernmöglichkeit, um ihn besser kennenzulernen und Ihre Interaktion mit ihm zu verbessern. In der Testphase sammeln Sie zudem Informationen, die erforderlich sind, um frühere Phasen des Design-Thinking-Prozesses zu reflektieren und Ihre Annahmen zu überprüfen. Wie Leonardo Da Vinci sagte: „Kunst ist niemals fertig, nur aufgegeben.“ Unser Bestreben, die Kundenerfahrung zu verbessern, endet nie – wir sollten ständig testen und optimieren, um neue Ideen zur Verbesserung des eigenen Leistungsangebots und des Kundenerlebnisses zu finden.

Design Thinking als kontinuierlicher Verbesserungsprozess

Fazit

In der heutigen Welt ist die digitale Transformation des Leistungsangebots und Kundenerlebnisses ein Muss – sei es Website, Newsletter, App, soziale Netzwerke, Chat-Bot, virtuelle Assistenzsysteme, Plattformen oder gar digitale Konfigurationen zur Individualisierung des Leistungsangebots. Die Design-Thinking-Methodik ist dabei ein effektiver Weg, um die Probleme zu lösen, die diese Transformation mit sich bringt. Unabhängig davon, ob Sie die oben genannten vorgeschlagenen Phasen befolgen oder Ihren eigenen Design-Thinking-Prozess entdecken, wird die Anwendung dieser benutzerzentrierten Methode hilfreich sein, um digitale Technologien in Ihrer Organisation zu integrieren.

Über den Autor

Stefan Söllner

Stefan Söllner ist Partner bei dem Berliner Company Builder Argopreneurs. Er begleitet sowohl junge Startups bei der Disruption ihrer Branchen als auch gestandene Mittelständler bei der Neuerfindung ihrer selbst. 

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